17.01.10 11:24 Alter: 232 days

Platz 1 und 2 für Norwegen

Von: Jerry Kokesh/Peer Lange

Svendsen gewinnt den Sprint auf der letzten Runde

 
 

Emil Hegle Svendsen verließ das Stehend Schießen im heutigen Sprintwettkampf in Ruhpolding 1.4 Sekunden nach der Zwischenzeit seines Mannnschaftskollegen Ole Einar Bjoerndalen aber überquerte die Ziellinie 3.2 Sekunden vor dessen Endzeit. Beide Norweger blieben fehlerfrei.

 

Keine Taktik

 

Svendsen war froh, heute gewonnen zu haben nachdem er eine für seine Verhältnisse weniger gute Woche in Oberhof hatte. „Ich hatte heute keine besondere Taktik aber wollte sicher besser abschneiden als letzte Woche.“ (zwei Strafrunden und Fünfter im Sprint).

 

Nerven und Vanouver

 

Er sagte, er fühle sich wohl mit seinen Vorbereitungen für die bevorstehenden Olympischen Spiele aber es sei auch eine andere Situation als damals in Turin 2006. „Ich gehe nach Vancouver als einer der Favouriten und das bringt mich unter Druck. Sonst habe ich wenig Probleme mit meinem Nervenkostüm.“ Der Weltcup hier in Ruhpolding wird sein letzter Auftritt vor den Olympischen Spielen sein.

 

Der dritte Rang ging an Michael Greis-GER, dem 33.5 Sekunden auf die Zeit von Svendsen fehlten, obwohl auch er fehlerfrei blieb. Greis, der mit der Startnummer 15 früh die Latte hoch legte und sehr gut aussah, bis Svendsen und Bjoerndalen mit den Startnummern 49 und 51 ins Rennen gingen und dann in jeder Phase schneller waren-

 

Sechs der acht ersten Sportler blieben fehlerfrei

 

Den vierte Rang belegte Dominik Landertinger-AUT, obwohl er sehr ungewohnt für ihn zwei Strafrunden laufen musste. Der junge Österreicher war zusammen mit dem Russen Tcherezov der einzige unter den Top 8, der in die Strafrunden musste. Alle anderen 6 Männer blieben fehlerfrei.

 

Die Brüder Simon und Martin Fourcade belegten die Plätze 5 und 6 und die beiden Russen Tcherezov und Tchoudov errangen die siebte und achte Position.

 

Frühe Führungen durch Greis

 

Eine frühe Phase des Wettkampfverlaufes gehörte zuerst den Deutschen, als Alexander Wolf fehlerfrei im Liegend Schießen blieb und nur eine Scheibe im Stehend Schießen verfehlte und früh die Führung übernahm. Greis, der Ruhpolding als seine Heimat bezeichnet, fesselte die Massen kurz darauf und das Getöse der Zuschauer hallte durch das Tal und ein Fahnenmeer wurde geschwenkt. Aber die Freude der deutschen Fans wurde dann von der norwegischen Doppelspitze getrübt.

 

Greis sagte zu begeisterten Menge. „ Dies ist meine Heimat. Sie haben mich wirklich angefeuert und das hat meine Leistung beflügelt.Aber ich weiß auch, dass ich heute nicht schnell genug war, um Emil und Ole zu schlagen.“

 

Svendsen holt Bjoerndalen ein

 

Svendsen, der nur eine Minute vor Bjoerndalen in den Wettkampf ging, legte eine tadellose Leistung im Liegend Schießen hin. Bjoerndalen machte es ihm nach. Als er dann sein Stehend Schießen beendete, war Svendsen Michael Greis schon 20 Sekunden enteilt. Dann schoss Bjoerndalen so schnell er konnte und sehr konzentriert fehlerfrei und lag kurzzeitig 1.4 Sekunden vor Svendsen. Üblicherweise wäre der Wettkampf damit entschieden aber nicht so heute…. Bei der Zwischenzeit von 9,2 km war Bjoerndalen noch 3.2 Sekunden vor Svendesen aber dann nach 800 Meter im Ziel 3.2 Sekunden hinter Svendsen.

 

Bjoerndalen nicht stark genug

 

Bjoerndalen dazu: „Ich hatte einen guten Wettkampf heute, sehr gute Skier und ein perfektes Schießen aber trotzdem war ich nicht stark genug, Emil zu schlagen.“

 

 Das Gewehr der Ehefrau ist besser

 

Er äußerte sich auch zu seinen Medaillenchancen in Vancouver und seinen Vorbereitungen. Die grösste Änderung sei sein „neues“ Gewehr, welches eigentlich seiner Frau gehört.“Ich habe einige Dinge geändert, wie ich es immer mache. Wenn ich das nicht tun würde wäre es langweilig und so habe ich das Gewehr gewechselt, da das non Natalie ganz klar besser als mein altes Gewehr war und das das war ganz offensichtlich ein guter Schachzug.“

 

Svendsen, Bjoerndalen und Greis werden nun erneut im Massenstartwettkampf aufeinander treffen.



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